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Anmerkungen zum Findewörterbuch

Hier finden Sie bis jetzt über 6500 Wörter, die (fast) alle nicht im Großen Duden von 1999  stehen. Es geht nicht drum, dem (Großen) Duden am Zeuge zu flicken. Dieses immer noch höchst verdienstvolle Werk hat natürlich eine ganz andere Zielsetzung als das Findewörterbuch. Verwunderlich aber, dass manche Begriffe zur Arbeitswelt beim Duden fehlen.  Die Möglichkeiten der digitalen Scheiben ließen für die Zukunft einen sehr viel größeren Umfang erwarten. Die neue Auflage von 2005 wird nach und nach verglichen.

Wieviele Wörter gibt es? Antwort: unendlich viele: eins, zwei, drei, vier,…. neun….

Der deutsche Wortschatz hat ca 5000 Wortfamilien [Erbwörter (Georg Stuck, 1912; A. Pinloche, 1922)]. Die Wortwarte hat Anfang 2005 über eine Million neue Wörter aus zugänglichen Internetseiten gesammelt. Neue Wörter sind meist Ableitungen oder Fremdwörter. Ganz neue gibt es selten. Aber aus diesem Material von 5000 Wortfamilien lassen sich viele tausende neuer Wörter bilden, und wer wortmerksam in die Zeitung oder in irgendeinen literarischen oder Gebrauchstext schaut, dem wird es so ergehen wie Wilhelm Grimm, der sich bei der Vorbereitung seines Wörterbuchs von lauter Wörtern eingeschneit fühlte. Lyrikbände sind sehr ertragreich.

Der Große Duden (1995-99) hat nach eigener Angabe rd.  200 000 Wörter. Wenn man a* , b*, c*, usw. eingibt und die Werte addiert, kommt man auf gut 205 084 Wortangaben; darunter sind aber auch Doppelzählungen. Denn die Suche nach d* ergibt als Suchergebnis auch V. i. S. d. P.  = Verantwortlich im Sinne des Presserechts (ebenso V*, i*, usw.): Ein einziger Begriff wird also fünfmal gezählt. Die umgekehrte Suche für alle Einträge mit a, b, c am Ende (*a, *b, *c,…) ergibt grad mal 119107 Fundstellen. (Hat Duden da gemogelt? Wahrscheins gibt´s auch ne andere Erklärung.)

Zum Findewort selbst: Eine Systematik hat sich hier erst allmählich herausgebildet. (Adjektive, Adverbien, Verben( un / regelmäßig) wurden gekennzeichnet, bei Substantiven fehlt leider die Klassifizierung. Partizipen deren Verbformen ungebräuchlich sind, werden als Adjekktive markiert.

Fremdwörter: Englisch/Amerikanisch wurden kaum aufgenommen. z.B. CIA-Blick (Zafon, Schatten 270) schönes Wort, auch politisch korrekt; aber lassen wir´s. Das macht die www.wortwarte.de schon recht ausführlich. Allerdings Latein-Griechisches wurde, wenn´s sich lehnwörterich gibt, mitverwertet.

Bei den Belegen wurden

a) Nebensätze meist in Hauptsätze verwandelt.

b) überflüssige Fremdwörter werden auch in Zitaten möglichst durch deutsche Wörter ersetzt, statt: Deutliche Veränderungen manifestieren sich nach 1960, heißt es im Findewörterbuch: Deutliche Veränderungen zeigen sich nach 1960. Nicht aus Fremdenfurcht, sondern weil´s leichter zu verstehen ist.

c) Das Licht hier,… hat eine lockende, gefährliche Süße, die dem Weltling das Leben so schmackhaft macht. Solche Sätze werden in den Belegen verkürzt auf: Hier zum Beipiel: Die gefährliche Süße macht dem Weltling das Leben schmackhaft.

d) Die orthopädische Rechtschreibung, wenn sie icklig und denkisch daherkam, wurde unbehutsam verändert. ( Die eigentliche Recht-Schreibungsreform steht ja noch aus: groß ö> klein, überflüssige Zeichen sollten ersetzt werden.C durch ts oder k; ph, v durch f oder w; q durch ku; z durch ts, ck durch k, usw…)

Was nicht im Großen Duden steht, ist manchmal nicht nachvollziehbar: Zum Beispiel Mittelerde. Obwohl Google 2.470.000 Fundstellen dafür angibt. Auch im großen ZEIT / DUDEN-Wörterbuch( 2004) ist Mittelerde nicht enthalten, auch nicht im ZEIT-Lexikon. Dafür gibt´s im Großen Duden Wespenschwärme, die es eigentlich nicht gibt. Aber das Wort wird ja wohl verwendet.

Übrigens: Es kann sein, dass einzelne Stichwörter (Lemmata) doch in Großen Duden vorkommen. Da ist dann ein Fehler beim Vergleichen unterlaufen.

Abkürzungen: A = Adjektiv, Adv = Adverb, r V = regelmäßiges Verb, uV = unregelmäßiges Verb, Ij = Interjektion, pl = Plural, PPr = Partizip Präsens, svw = so viel wie.

 

PS.: Man lass´ ein Wörterbuch nur den Verdammten schreiben. (Kaspar von Stieler, zit. nach Gerhard Augst, Morpheminventar, Tübingen, 1975)

 

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